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Coronavirus Informationsseite

Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) schafft zunehmende Unsicherheit in der Bevölkerung. Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen.
 
Auf dieser Seite finden Sie relevante Informationen zum Coronavirus, Kontaktdaten und Hygienetipps für die eigene Sicherheit und Gesundheit.

Wie kann ich mich mit dem Coronavirus anstecken?

Die häufigste Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Erreger erfolgt entweder über eine Tröpfcheninfektion, wenn man zum Beispiel direkt durch eine infizierte Person angehustet wird, oder eine Übertragung durch Aerosole. Dabei handelt es sich um Mikrotröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen durch Speichel gebildet werden, und die längere Zeit in der Luft verbleiben können, besonders betroffen sind hier geschlossene Räume ohne ausreichenden Luftausstausch. Eine Ansteckung erfolgt dann, wenn infektiöses Aerosol von einer anderen Person eingeatmet wird. So kann eine einzige infizierte Person bei größeren Versammlungen in geschlossenen Räumen potentiell dutzende andere Menschen anstecken. Aber auch sogenannte Schmierinfektionen sind als möglicher Übertragungsweg nicht ausgeschlossen. Ein Beispiel hierfür ist Händeschütteln oder die Berührung von Oberflächen, nachdem eine betroffene Person diese ohne Desinfektion der Hände berührt hat. Aktuell liegen keine Informationen zur Übertragung des Coronavirus über importierte Waren vor, zum Beispiel über Pakete aus China. Das Virus müsste hierfür die langen Transportwege überleben.
 
 

 

Welche Symptome treten auf und wie ist der Krankheitsverlauf?

Zu den Symptomen gehören Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber, wobei einige Betroffene auch an Durchfall leiden. Bei einem überwiegenden Teil der Infizierten werden außerdem Beeinträchtigungen oder der vollständige Verlust des Geruchs- und Geschmackssins beobachtet. Man geht mittlerweile davon aus dass die Erkrankung bei einem Teil der Infizierten mit sehr leichten oder auch keinen Symptomen verläuft, diese Personen sind aber trotzdem hoch ansteckend und übertragen den Erreger genauso wie schwerer Erkrankte. Da die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu 14 Tage betragen kann, der Infizierte aber bereits ansteckend ist bevor er überhaupt Symptome entwickelt, ist es sehr schwierig Erkrankte rechtzeitig zu erkennen.   Bei einem Teil der mit dem Sars-CoV-2 Erreger infizierten Personen hat das Virus zu schwerwiegenden Atemproblemen und Lungenentzündungen geführt, die sogenannte Covid-19 Erkrankung. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an schwerwiegenden Grunderkrankungen oder anderen Risikofaktoren litten. Dazu gehören Herz-Kreislauf und Lungenerkrankungen aber auch Diabetis Mellitus, Krebserkrankungen und eine bestehende Immunschwäche, zum Beispiel nach einer Organtransplantation. Übergewicht und Rauchen stehen wahrscheinlich auch im Zusammenhang mit schweren Verläufen der Krankheit. In den meisten Fällen erhohlen sich die Betroffenen wieder, die möglichen Langzeitschäden einer Covid-19 Erkrankung sind derzeit noch nicht abzusehen. Die Behandlung verläuft ähnlich wie bei anderen Atemwegserkrankungen, wobei nur die Symptome, nicht der Erreger selbst, behandelt werden können.

 


Kontaktdaten und Informationen zum Coronavirus:

Robert-Koch-Institut (inkl. aktueller Fallzahlen, Risikogebiete und Handlungsempfehlungen):
www.rki.de

Bundesgesundheitsministerium (Tagesaktuelle Updates):
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklären (FAQ):
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html 

Gesundheitsämter
https://tools.rki.de/PLZTool/

Weltgesundheitsorganisation/WHO (aktuelle Fallzahlen und weltweiter Überblick):
https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd
 
 

Wichtige Telefonnummern:

Deutschlandweite Info-Hotline für das Coronavirus:
0800 011 77 22 (von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland)

Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung:
116 / 117 rund um die Uhr erreichbar.

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon):
030 346 465 100

Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung:
Behördennummer 115 (www.115.de)

 


Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

  • Stets Sicherheitsabstand zu anderen Menschen einhalten (anderthalb bis zwei Meter)
  • Wenn möglich in Situationen bei denen der Abstand nicht eingehalten werden kann eine Mund-Nasenbedeckung tragen (sogenannte Alltagsmaske)
  • Geschlossene Räume gut lüften und wenn möglich an der frischen Luft aufhalten
  • Regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen durchführen (mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk) oder eine Handdesinfektion durchführen
  • Händeschütteln und Umarmungen unterlassen
  • Gesichter nicht oder nur mit gewaschenen Händen berühren, vor allem die Schleimhäute
  • In die Armbeuge niesen
  • Weitere schützende Gewohnheiten entwickeln, etwa das Drücken von Fahrstuhlknöpfen mit Knöcheln statt Fingerspitzen
  • In Selbstisolation begeben für den Fall, dass entsprechende Symptome auftreten oder man Kontakt mit einer infizierten Person hatte (dann auch baldmöglichst telefonischen Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen)

In Quarantäne, was nun?

Grundsätzlich empfiehlt sich im Falle einer Quarantäne die Beachtung aller aktuellen Vorgaben der Behörden und die Anpassung der eigenen Mobilität. Wie kann man seinen Alltag zu Hause so gestalten, dass er für alle Beteiligten so angenehm wie möglich ist? Das Deutsche Rote Kreuz gibt ein paar Tipps zum Verhalten während der Quarantäne:
 

  • Sorgen Sie zu Hause für einen geregelten Alltag und geben Sie ihm Struktur.
  • Falls Sie im Homeoffice arbeiten, trennen Sie Ihren Arbeitsplatz vom Privatleben – wenn möglich auch räumlich.
  • Legen Sie feste Zeiten für Arbeit (Erwachsene) und schulisches Lernen (Kinder) fest.
  • Bestimmen Sie fixe Zeitpunkte, an denen die Familie (sofern alle gesund sind) sich zur gemeinsam Mahlzeit trifft
  • Sorgen Sie für Privatsphäre für jedes Familienmitglied.
  • Achten Sie aufeinander und kontaktieren Sie ärztliche Hilfe per Telefon oder Notruf (112 im Notfall oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117), wenn es bei einem Familienmitglied zu gesundheitlichen Problemen kommt.